Der PKV-Verband hat das WIP (Wissenschaftliches Institut der PKV) beauftragt zu untersuchen, ob die Einbeziehung von Beamten in die gesetzliche
Krankenversicherung (GKV) die
GKV ent- oder belasten würde. Der Abschlussbericht liegt jetzt vor:
Die Ergebnisse sind eindeutig. Eine Entlastung der
GKV ist nicht zu erwarten. Das gilt insbesondere auf mittlere Sicht, wenn die mit dem steigenden Durchschnittsalter der Beamten zunehmende Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen berücksichtigt wird.
Hintergrund ist die besondere Risikostruktur der Beamten. Würden sie in der
GKV versichert werden, dann würden sie eine überdurchschnittlich hohe Familienmitversicherungsquote aufweisen. Ihr Durchschnittsalter liegt über dem der GKV-Versicherten. Auf mittlere Sicht hätte dies erhebliche Konsequenzen, da die Zahl der pensionierten Beamten mit altersbedingt hoher Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen in den nächsten Jahrzehnten stark zunehmen wird. Lediglich im Vergleich der Einkommenshöhe schneiden die Beamten günstiger als die GKVVersicherten ab.
Das WIP hat alle Beamten nach Alter, Geschlecht und Einkommenshöhe differenziert dargestellt und ist der Frage nachgegangen, welche Ausgaben und Einnahmen entstehen würden, wenn die Beamten in der
GKV versichert wären. Hierfür sind Daten des Risikostrukturausgleichs der
GKV verwendet worden. Dabei sind auch verschiedene Übergangsszenarien einer Überführung von Beamten in die
GKV untersucht worden.
„Das Ergebnis ist für die Verfechter des Modells einer Bürgerversicherung ernüchternd. Unter Berücksichtigung der Beamten stünde die
GKV mittelfristig schlechter da als heute. Das System von
PKV und Beihilfe ist damit eindeutig in seiner Zukunftsfähigkeit bestätigt worden“, so Verbandsdirektor Volker Leienbach.
Quelle:
Verband der privaten Krankenversicherung e.V.
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