Laut Mitteilung des Statistischen Bundesamts vom Mai 2003 waren im damaligen Jahr 188.000 Bundesbürger trotz genereller Versicherungspflicht, ohne jede Krankenversicherung. Damit hatte sich die Zahl seit 1995 verdoppelt. Für das Jahr 2005 wird mit einer Steigerung auf 300.000 unversicherte Bürger gerechnet.
Als ein Grund dafür wird wirtschaftlicher Druck zur Eingehung einer Selbstständigkeit genannt, z.B. durch das Hartz-Konzept und die Verringerung der Zahlungshöhe von Lohnersatzleistungen, auch wenn der Betroffene nur unzureichend Geld für eine Selbstständigkeit hat, also ein Verzicht auf Krankenversicherung als Sparmaßnahme.
Nicht versichert von der GKV werden z.B. auch solche Arbeitslose ohne Anspruch auf Leistungen gegen die BA, die vorher über die Eltern in einer PKV (in der Regel mit 20 v.H.) einzelvertraglich versichert waren – obwohl es sich hier nur um einen „abgeleiteten“ Anspruch 'ähnlich' der Familienversicherung in der GKV handelt – und dann aus der Beihilfeberechtigung (Berücksichtigungsfähig i.d.R. mit 80 v.H.(siehe ->Beihilferecht der Beamten)) herausfallen. Diese werden von der KV auch nicht in eine 'freiwillige' Versicherung übernommen.
Außerdem gibt es die Gruppe der gut verdienenden, freiwillig Nichtversicherten. Sie tragen ihr Krankheitsrisiko (begrenzt auf ihre Vermögenswerte) selbst und sparen sich die Kosten für die Verwaltung und die Umverteilungskomponenten der Krankenkassen und Versicherungen.
Quelle: Wikipedia