Die
private Krankenversicherung wird die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) in ihrer Präventionsarbeit gegen eine Ausbreitung der HIV-Infektion mit jährlich 3,4 Mio. Euro unterstützen. Weitere 100.000 Euro stellt die
private Krankenversicherung pro Jahr zur Förderung der Arbeit der Deutschen AIDS-Stiftung zur Verfügung. Die
private Krankenversicherung erklärt damit ihre Bereitschaft eines
zielgerichteten Engagements in der Primärprävention und erkennt die politische Prioritätensetzung in diesem Bereich an – gleichwohl Prävention eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, die steuerfinanziert sein sollte.
Eine Intensivierung der Aufklärungsarbeit über AIDS tut Not: Für Deutschland ist zum ersten Mal ein Anstieg der HIV-Neuinfektionen festzustellen. Die öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema AIDS ist erkennbar rückläufig. Dafür gibt es verschiedene Gründe – ein Grund ist aber sicherlich die in diesem Bereich existierende Mittelknappheit. Hier besteht aus Sicht der
privaten Krankenversicherung ein zentrales Gesundheitsproblem von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung, dem mit
Mitteln der Primärprävention erfolgreich begegnet werden kann. Die
private Krankenversicherung ist zudem in besonderem Maße selber betroffen: Während nur zehn Prozent der gesamten Bevölkerung einen privaten Krankenversicherungsschutz haben, sind bis zu 25 Prozent der HIV-Infizierten privat krankenversichert.
Eine Beteiligung an der Stiftung ist für die private Krankenversicherung
kein gangbarer Weg. Dort würde sie lediglich Mitzahler werden, ohne
über die Verwendung der aufgebrachten Gelder entscheiden zu können.
Wie viele andere Institutionen, die als maßgebliche Träger der Prävention
vorgesehen sind, teilt die
private Krankenversicherung zudem die
Kritik, dass Bund und Länder keine eigenen, steuerfinanzierten Mittel
aufbringen – gleichwohl aber über die in die Stiftung eingebrachten Gelder
mitverfügen.
„Die Ausbreitung der HIV-Infektion durch primärpräventive Maßnahmen
einzudämmen, ist für die
private Krankenversicherung Herausforderung
und Auftrag zugleich. Um begrenzte finanzielle Ressourcen so effektiv
und zielgerichtet wie möglich einzusetzen, haben wir uns bewusst für die
Zusammenarbeit mit der BzgA entschieden. Sie ist eine international
anerkannte, erfolgreich arbeitende Institution und verfügt – anders als
die Stiftung – über langjährige Erfahrungen in der Präventionsarbeit.
Damit können wir – auch im Interesse unserer Versicherten und Beitragszahler
– einen erfolgreichen Mitteleinsatz gewährleisten“, so Verbandsdirektor
Dr. Volker Leienbach.
Quelle:
Verband der privaten Krankenversicherung e.V.
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