Zu der Äußerung von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, die
private Krankenversicherung lehne sich in Sachen Primärprävention gemütlich zurück, erklärt PKV-Verbandsdirektor Dr. Volker Leienbach: „Diese Aussage mag Vorurteile bedienen oder in das politische Kalkül des Bundesgesundheitsministeriums passen - sie entbehrt jedoch jeder sachlichen Grundlage. Die
private Krankenversicherung hat schnell
und sachgerecht reagiert. Dagegen bleibt das Präventionsgesetz in seinen Inhalten und Strukturen wolkig und begegnet zu Recht fundamentaler Kritik aller Experten, insbesondere auch aus dem Regierungslager. Weiterhin bleibt beim Präventionsgesetz unklar, nach welchen Prioritäten welche Maßnahmen und mit welchen Erfolgsaussichten
durchgeführt werden sollen.“
In Kooperation mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) unterstützt die
private Krankenversicherung Maßnahmen der AIDS-Prävention. AIDS-Prävention ist einer der wenigen Bereiche, in denen der unmittelbare Zusammenhang zwischen Investition und gesundheitspolitischem Nutzen nachgewiesen ist. Diese Maßnahmen kommen allen gesetzlich und privat Versicherten, dem gesamten Gesundheitswesen in Deutschland, der Gesellschaft und der Wirtschaft zugute. Die
private Krankenversicherung nimmt damit ihre gesundheitspolitische Verantwortung auch im Bereich der Primärprävention wahr, obgleich diese eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist.
Quelle:
Verband der privaten Krankenversicherung e.V.
„Insofern ist die Kritik an der privaten Krankenversicherung, die die
Idee des Präventionsgesetzes als erste substantiell aufgreift und umsetzt,
wohl nur politisch motiviert zu sehen, lässt sich aber nicht sachlich
begründen“, so Verbandsdirektor Dr. Volker Leienbach.
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