Ende 2005 gab es 17,088 Mio. zusatzversicherte Personen. Im 1. Halbjahr 2006 erhöhte sich die Anzahl um 771.200 auf 17,86 Mio. versicherte Personen. In diesen Summen sind allerdings Doppelzählungen enthalten, da auch solche Versicherte aufgeführt werden, die Zusatzversicherungen bei verschiedenen Unternehmen, in einer Gruppenversicherung
oder ihre private Krankheitsvollversicherung bei einem anderen Unternehmen abgeschlossen haben.
Drei Zusatzversicherungsarten werden in der Regel nur von gesetzlich Versicherten abgeschlossen: ambulante Tarife, Tarife für Wahlleistungen im Krankenhaus sowie Zahntarife. Diese Tarifarten werden deshalb vom PKV-Verband unter dem Begriff „Zusatzversicherungen zum GKV-Schutz“ erfasst.
Bis Ende 2005 hatten 11,693 Mio. Personen mindestens einen Tarif als Zusatzversicherung zum GKV-Schutz abgeschlossen. Von besonderer Attraktivität sind Zahnzusatzversicherungen, wie der Bestand von 7,794 Mio. Personen Ende 2005 zeigt. Auch im ersten Halbjahr 2006 herrschte eine außerordentlich große Nachfrage nach Zahntarifen: Der Nettoneuzugang lag bei 943.600 Personen, so dass am 30. Juni 2006
8,738 Mio. Personen eine solche Zusatzversicherung hatten.
(Zur Erläuterung: Wenn ein bereits Zusatzversicherter weitere Tarife abschließt, wird er in diesen Tarifen auch neu gezählt. Für die Gesamtposition wird er jedoch nicht erneut registriert. Aus diesem Grund ist der Gesamtnettoneuzugang im 1. Halbjahr 2006 kleiner als die Summe der Nettoneuzugänge in den Zusatzversicherungsarten.) In den ambulanten Zusatztarifen verzeichnete die
PKV Ende 2005 5,038 Mio. Versicherte und im ersten Halbjahr 2006 einen Zugang von 217.000 Personen auf 5,255 Mio. Versicherte. Den geringsten Zugang und Bestand hatten Zusatzversicherungen für Wahlleistungen im Krankenhaus: Von 5,040 Mio. Versicherten Ende 2005 stieg der Bestand in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 59.000 Personen auf 5,099 Mio. Versicherte.
Erstmals wurden im Jahr 2005 die Daten für Zusatzversicherungen zum GKV-Schutz auch getrennt nach Frauen, Männern und Kindern erfasst. Hierbei zeigte sich, dass Frauen erkennbar häufiger Zusatzversicherungen abschließen. Von den 11,693 Mio. Zusatzversicherten in diesem Bereich waren 5,237 Mio. Frauen und 3,957 Mio. Männer.
Die Krankentagegeld-, Krankenhaustagegeld- und Pflegezusatzversicherung können für gesetzlich wie privat Versicherte von Interesse sein. Jedoch lässt sich nur bei der Krankentagegeldversicherung feststellen, wie sich die Versicherten auf gesetzliche und
private Krankenversicherung verteilen. Am 31. Dezember 2005 hatten 3,237 Mio. Personen eine Krankentagegeldversicherung abgeschlossen, 1,225 Mio. Personen davon waren gesetzlich versichert. Damit reduzierte sich der Bestand insgesamt um 5.900 Personen bzw. 0,2 Prozent. Der Bestand in der Krankenhaustagegeldversicherung ging um 106.800 Personen bzw. 1,2 Prozent auf 8,842 Mio. Personen zurück. Die Pflegezusatzversicherung verzeichnete hingegen einen relativ starken Zugang von 45.800 Personen bzw. 5,8 Prozent auf 832.900 Personen.
Quelle:
Verband der privaten Krankenversicherung e.V.
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