Zu den Plänen der Gesundheitsministerin beim Zahnersatz zu einkommensabhängigen Beiträgen zurückzukehren, erklärt der PKV-Verband:
Millionen von Bürgern haben sich darauf eingestellt, ab 2005 den Zahnersatz zusätzlich abzusichern. Sie haben zugleich auf die Wahlfreiheit zwischen einem gesetzlichen und privaten Versicherungsschutz vertraut. Rund eine halbe Million Versicherte haben sich bereits für eine private Absicherung des Zahnersatzes entschieden.
"Es ist ein politischer Vertrauensbruch, wenn das Rad jetzt wieder rückwärts gedreht werden sollte und der Zahnersatz zwingender Bestandteil der
GKV bleiben würde", so Verbandsdirektor Volker Leienbach. Die Ausgliederung des Zahnersatzes war der zentrale ordnungspolitische Baustein des Gesetzes zur Modernisierung des Gesundheitswesens (GMG). Kein anderes europäisches Land hat eine so umfassende Absicherung des Zahnersatzes in der Sozialversicherung wie Deutschland.
Die Finanzsituation der
GKV sowie die weiteren Belastungen durch den demographischen Wandel werden die Politik ohnehin zwingen, weiterhin das Leistungsniveau der
GKV auf den Prüfstand zu stellen. "Eine Politik der Willkür nach Tagesaktualität wird auch beim Wähler auf wenig Verständnis stoßen. Das Mindeste, was man verlangen kann, ist,
dass das Wahlrecht zwischen privatem und gesetzlichem Schutz nicht geopfert wird", so Leienbach weiter.
Quelle:
Verband der privaten Krankenversicherung e.V.
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