Kritik an der Studie kam vom Deutschen Zentralverein homöopathischer Ärzte und vom Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI). Der Hauptgeschäftsführer des BPI nannte sie „fahrlässig“ und verwies auf Studien der Berliner Charité, nach denen Homöopathie der Schulmedizin oft ebenbürtig sei.
Hubert Primus, der bei Stiftung Warentest für den Bereich Publikation verantwortlich ist, wies den Vorwurf zurück. In Zeiten knapper Kassen sei die Studie richtig. Die Krankenkassen brächten etwa 2 Milliarden Euro jährlich für alternative Medikamente und Heilverfahren auf. Der Leistungskatalog in diesem Bereich müsse überprüft werden, forderte er vom Gemeinsamen Bundesausschuss.
Zu den getesteten Verfahren zählten neben den klassischen Naturheilverfahren alle, in denen sich Ärzte für verschiedene Zusatzbezeichnungen ausbilden lassen können oder die in der Ausbildung zum Heilpraktiker vermittelt werden. Bewertet wurde auf Basis der Erfahrungen von Ärzten und gesicherter Forschung. Dazu wurden unter anderem klinischen Studien aus dem deutschen Sprachraum, Angaben der Hersteller von Arzneimitteln und Geräten sowie medizinische Datenbanken zu Rate gezogen.
Positiv schnitt zum Beispiel die Aromaöltherapie ab, und auch andere Verfahren wurden zumindest für Teilbereiche als geeignet eingestuft. Allerdings gebe es auch schädliche Therapien, die gefährliche Nebenwirkungen bis hin zu Schlaganfällen begünstigten, so die Studie.
Quelle: Wikinews - Laut Stiftung Warentest sind viele alternative Heilverfahren unwirksam