Nicht erst seit der aktuellen Reformdiskussion fragen sich viele Verbraucher, ob sie in der gesetzlichen
Krankenkasse gut versichert sind. Vielen erscheint eine
private Krankenversicherung als Alternative geeignet. Die Entscheidung für eine private Vollversicherung sollte jedoch gut überlegt sein, denn ein Wechsel zurück in die gesetzliche
Krankenkasse ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Eine Vortragsveranstaltung der Verbraucherzentrale Hessen zeigt die Vor- und Nachteile beider Systeme auf.
Privat krankenversichern können sich Angestellte mit einem regelmäßigen Arbeitseinkommen, das über der Versicherungspflichtgrenze von derzeit 3.937,50 € brutto monatlich liegt, sowie Selbstständige und Beamte. Kriterien für oder gegen eine private Versicherung sind das Alter und der Gesundheitszustand. Auch die Lebenssituation und die weitere Lebensplanung bezüglich Familie und Beruf müssen einbezogen werden. Ein bedeutsamer Aspekt bei den privaten Krankenversicherungen ist die Beitragssteigerung im Alter.
Besteht eine Familie oder ist eine Familiengründung geplant, hat das System der gesetzlichen
Krankenkassen deutliche Vorteile wie Beitragsfreiheit in der Elternzeit und die Möglichkeit der Familienversicherung. Die
private Krankenversicherung kann notwendig sein bei Beschäftigung im Ausland und empfiehlt sich in der Regel für Beamte mit Beihilfeanspruch.
Auch bei der Auswahl der richtigen Anbieter und Tarife einer
privaten Krankenversicherung ist es wichtig, gut informiert zu sein. Es herrscht ein wahrer Dschungel an Tarifen und Vertragsbedingungen. Wer gut vorbereitet ist, weiß, worauf er achten muss und wonach er die Versicherer fragen muss.
Pressestelle Verbraucherzentrale Hessen
Große Friedberger Straße 13-17
60313 Frankfurt am Main
Fax: 069-972010-50
E-Mail: vzh@verbraucher.de
www.verbraucher.de
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