Direkte Verträge mit einzelnen Ärzten und Kliniken lehnt die große Mehrheit der befragten Kassen ab. Knapp jede fünfte Krankenkasse will künftig mehr Einzelverträge abschließen, fast zwei Drittel (63,6 Prozent) der Befragten halten an Kollektivverträgen fest. Müller zu den Ursachen: "Viele Kassen fürchten steigende Transaktionskosten, wenn sie Leistungsverträge mit einer Vielzahl von Anbietern aus dem stationären und ambulanten Bereich abschließen müssen statt auf die derzeit kollektiv geltenden Verträge zurückzugreifen".
Integrierte Versorgungsmodelle, bei denen Kassen mit ausgewählten Leistungsträgern zur Behandlung bestimmter Erkrankungen und Patienten eng zusammen arbeiten, haben sich demgegenüber bewährt. Bis Ende 2006 schlossen 46 der an der Studie teilnehmenden Kassen einen Versorgungsvertrag ab. Mehr als die Hälfte der Befragten plant zukünftig ein stärkeres Engagement im Bereich der integrierten Versorgung, keine Kasse will ihr Engagement zurück fahren.
Quelle: PricewaterhouseCoopers