Die Umsetzung der Gesundheitsreform lässt den Fusionsdruck in der gesetzlichen Krankenversicherung weiter steigen. "Um auf Dauer bestehen zu können, brauchen die Kassen nach eigener Einschätzung etwa eine Million Mitglieder. Unterhalb dieser Schwelle ist die Nachfragemacht gegenüber den Anbietern von Gesundheitsleistungen nicht groß genug", kommentiert Müller.
Vier von zehn Kassen planen derzeit einen Zusammenschluss oder die Integration eines weiteren Partners, 60 Prozent haben sich in der Vergangenheit bereits an einer Fusion beteiligt. Bis 2010 wird die Zahl der Krankenkassen nach Einschätzung der Befragten von derzeit 256 auf 120 schrumpfen, 1992 gab es noch 1.223 gesetzliche Kassen.
Auf eine stärkere Zusammenarbeit mit anderen gesetzlichen Krankenkassen setzen gut 83 Prozent der Befragten. Dabei streben vier von fünf Kassen gemeinsame Versorgungsverträge an, über 70 Prozent können sich kassenübergreifende IT-Projekte vorstellen. Fast 60 Prozent werden die Kooperationen mit einem privaten Versicherer weiter ausbauen.
Quelle: PricewaterhouseCoopers