Die Gesundheitsreform hat den Kassen auch neue Gestaltungsspielräume eröffnet. Sie können ihren Versicherten unter anderem so genannte Wahltarife mit Selbstbehalt anbieten und mit einzelnen Ärzten und Krankenhäusern direkt Verträge schließen. Allerdings beurteilen die befragten Krankenkassen die neuen Freiheiten sehr unterschiedlich.
Schlecht schneidet die hausarztzentrierte Versorgung ab. Vier von fünf Befragten sehen eine Verschlechterung der Behandlungsqualität, wenn sich Patienten grundsätzlich zunächst an ihren Hausarzt wenden, bevor sie einen Facharzt aufsuchen. Kosteneinsparungen bringt das Modell nur nach Ansicht jeder fünften Kasse, fast die Hälfte geht dagegen von Mehrkosten aus.
Bewährt haben sich demgegenüber die Wahltarife. Schon jetzt bieten gut 60 Prozent der Kassen Tarife an, die seltene Arztbesuche oder ein besonders gesundheitsbewusstes Verhalten mit Beitragsermäßigungen honorieren. Künftig wollen zwei Drittel der Befragten ihr Angebot in diesem Bereich erweitern.
Quelle: PricewaterhouseCoopers