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GKV-Beitragssatz: WIP prognostiziert 25 Prozent im Jahr 2050

Der ab 2009 einheitliche Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wird langfristig stark ansteigen. Wie das Wissenschaftliche Institut der PKV (WIP) in Fortschreibung der jüngsten GKV-Einnahmen- und Ausgabenentwicklung errechnet hat, wird der Beitragssatz im Jahr 2050 bei etwa 25 Prozent liegen.

„Während in diesen Tagen vornehmlich über den Startbeitragssatz des Gesundheitsfonds diskutiert wird, haben wir uns einmal angeschaut, wie sich dieser Beitragssatz mittel- und langfristig entwickeln wird“, so WIP-Leiter Christian Weber. „Dabei ist unsere Prognose durchaus optimistisch: Sie setzt für die Zukunft eine genauso erfolgreiche Kostendämpfungspolitik voraus wie in der Vergangenheit.“ Spätestens Mitte des kommenden Jahrzehnts kann der GKV-Beitragssatz gemäß Prognose auch mit den jetzt vorgesehenen Steuerzuschüssen nicht mehr gezügelt werden. „Ab diesem Zeitpunkt schlägt dann die demografische Entwicklung voll durch: Mit vier bis fünf Prozentpunkten ist etwa die Hälfte des errechneten Anstiegs allein auf die Alterung der Bevölkerung zurückzuführen“, so Weber. Die andere Hälfte geht auf das Konto der allgemeinen Preissteigerung sowie des medizinisch- technischen Fortschritts, von dem wiederum ältere Menschen besonders profitieren.

„Allein der Faktor Demografie wird bewirken, dass das heutige Leistungsniveau in der GKV in Zukunft nur schwer aufrecht zu erhalten sein dürfte“, so der Institutsleiter. Neben den GKV-Beiträgen wird die demografische Entwicklung auch die Renten- und Pflegeversicherungsbeiträge sowie die Steuerbelastung ansteigen lassen. „Bislang ist in der Politik kein Anzeichen dafür zu erkennen, dass unsere Prognose unterschritten werden könnte“, so Christian Weber. Die Besonderheit der WIP-Prognose ist die Einbeziehung von Daten unter Berücksichtigung des Wettbewerbsstärkungsgesetzes und damit der Einführung des Gesundheitsfonds. Damit ist die Studie fundierter als frühere Prognosen. Das WIP wird die jetzt vorgelegte Berechnung künftig jährlich aktualisieren und damit einen Gradmesser für den Erfolg oder Misserfolg der Gesundheitspolitik etablieren.

Quelle: Verband der privaten Krankenversicherung e.V.



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