Gesetzlich Krankenversicherte müssen sich auch nach der Umsetzung der Gesundheitsreform auf steigende Beiträge einstellen. Neun von zehn Krankenkassen glauben nämlich nicht, dass Gesundheitsfonds und Einheitsbeitrag die Finanzierung des Systems auf Dauer sichern, wie aus der Studie "Quo Vadis GKV?" der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers AG (PwC) hervor geht. Konkret erwartet nur eine kleine Minderheit von 6 Prozent der befragten Kassen sinkende Beitragssätze nach Umsetzung der Reform, knapp 70 Prozent rechnen mit steigenden und über 15 Prozent sogar mit stark steigenden Belastungen für die Versicherten.
Ab 1. Januar 2009 legen die gesetzlichen Krankenkassen ihren Beitragssatz nicht mehr individuell fest, sondern das Bundesgesundheitsministerium gibt einen einheitlichen Satz vor. Die Versicherten zahlen in einen Gesundheitsfonds ein, der die Kassen finanziert. Kommen diese nicht mit den aus dem Fonds zugewiesenen Mitteln aus, können sie von ihren Mitgliedern einen zusätzlichen Beitrag einfordern. Erwirtschaftet die Kasse einen Überschuss, kann sie diesen an die Versicherten auszahlen.
Für die Studie befragte PwC in Zusammenarbeit mit der Leibniz Universität Hannover 77 Vorstände gesetzlicher Krankenkassen, die gemeinsam über 25 Millionen Versicherte betreuen.
Quelle: PricewaterhouseCoopers