Mit dem Projekt „Wenn das Essen zum Problem wird…“ des Beratungszentrums bei Ess-Störungen Dick & Dünn e.V. (www.dick-und-duenn-berlin.de) fördert das Bundesministerium für Gesundheit ein Modellvorhaben, das die Selbsthilfepotenziale von Menschen stärkt, die unter Essstörungen wie Magersucht, Bulimie sowie Fressattacken leiden.
In Kooperation mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und weiteren Experten bzw. Expertinnen werden Handlungsempfehlungen für die Zusammenarbeit von Beratungseinrichtungen und Selbsthilfe erarbeitet. Darauf aufbauend werden Fortbildungsangebote für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Beratungs- und Selbsthilfeeinrichtungen entwickelt und durchgeführt.
Eine langfristige Vernetzung und Weiterentwicklung vorhandener Selbsthilfeangebote führt zu neuen Strukturen. Insbesondere in ländlichen Regionen ist die Etablierung von internetbasierten betreuten Selbsthilfegruppen vorgesehen.
Damit wird eine flächendeckende Unterstützung für Betroffene, Eltern, Angehörige, Freundinnen und Freunde, Lehr- und Erziehungskräfte erreicht.
Das Vorhaben ist ein wichtiger Baustein für die Weiterentwicklung der Initiative „Leben hat Gewicht – gemeinsam gegen den Schlankheitswahn“. Diese Initiative haben die Bundesministerinnen Frau Ulla Schmidt, Frau Dr. Annette Schavan und Frau Dr. Ursula von der Leyen am 13. Dezember 2007 gestartet, um sich im Schulterschluss mit gesellschaftlichen Gruppen für die Prävention von Essstörungen einzusetzen. Für das Projekt wird in den kommenden drei Jahren rund eine Viertel Million Euro zur Verfügung gestellt.
Quelle: Bundesministerium für Gesundheit