Während die meisten Krankheitsgruppen seit Jahren rückläufig sind, verursachen die psychischen Störungen von Jahr zu Jahr mehr Krankheitstage (Zunahme der AU-Tage seit 2000 um 25 Prozent). Ihr Anteil am Krankenstand beträgt bei den Beschäftigten inzwischen 8,9 Prozent aller Krankentage (2005: 8,5 Prozent; 2000: 6,9 Prozent). Vor gut 30 Jahren – zu Beginn der BKK Statistik - lag ihr Anteil lediglich bei zwei Prozent.
Die Zunahme langwieriger Erkrankungen beeinflusst den Krankenstand erheblich. Langzeitfälle mit über sechswöchiger Krankheitsdauer verursachen 42 Prozent aller Krankentage, obwohl sie nur 4 Prozent der Fälle ausmachen.
Unter den Beschäftigten bestätigen sich die bereits in den Vorjahren auffälligen Befunde psychisch besonders stark beeinträchtigter Gruppen.
Mit über zwei psychisch ausgelösten Krankheitstagen sind Sozialarbeiter, Telefonisten (jeweils 2,2 Tage je Mitglied) sowie Helfer in der Krankenpflege (2,1 Tage) im Mittel doppelt so hoch belastet wir die Beschäftigten insgesamt, die auf durchschnittlich 1,1 Krankheitstage aufgrund psychischer Belastungen kommen.
Quelle: BKK Bundesverband